Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

Das, was auch vorher schon Ihrem Unternehmen große Vorteile bringen konnte, ist nun auch gesetzlich festgeschrieben. Das wichtigste Kapital sind für alle Unternehmen zufriedene und stabile Mitarbeiter, die sich an ihrem Arbeitsplatz wohl und ernst genommen fühlen. Seit Oktober 2013 besagt das ArbSchG §5, Abs. 3, Nr. 6, dass alle Arbeitgeber – völlig unabhängig von der Größe des Betriebs – jeden Arbeitsplatz regelmäßigen Überprüfungen unterziehen und zwar daraufhin, ob dieser zu einer psychischen Gefährdung des jeweiligen Arbeitnehmers führen kann.

  1. “Der Arbeitgeber hat durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind.
  2. Der Arbeitgeber hat die Beurteilung je nach Art der Tätigkeiten vorzunehmen. Bei gleichartigen Arbeitsbedingungen ist die Beurteilung eines Arbeitsplatzes oder einer Tätigkeit ausreichend.
  3. Eine Gefährdung kann sich insbesondere ergeben durch
    1. die Gestaltung und die Einrichtung der Arbeitsstätte und des Arbeitsplatzes,
    2. physikalische, chemische und biologische Einwirkungen,
    3. die Gestaltung, die Auswahl und den Einsatz von Arbeitsmitteln, insbesondere von Arbeitsstoffen, Maschinen, Geräten und Anlagen sowie den Umgang damit,
    4. die Gestaltung von Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsabläufen und Arbeitszeit und deren Zusammenwirken,
    5. unzureichende Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten,
    6. psychische Belastungen bei der Arbeit.”

Was hier effektiv jedoch fehlt, ist eine Beschreibung oder eine Vorgabe, wie konkret die Umsetzung dieser Vorschrift auszusehen hat. Der Arbeitgeber ist also vor die Herausforderung gestellt, selbst neben dem alltäglichen geschäftlichen Stress einen Weg oder ein Instrument zu finden, um vorzeigbare Daten zur psychischen Belastung der Mitarbeiter zu generieren.

Doch Sie machen auch nicht Ihre Steuer selbst, sondern haben als Unternehmer in der Regel externe Berater, denn das würde Ihren zeitlichen und vielleicht auch fachlichen Rahmen sprengen – genau wie bei der Gefährdungsbeurteilung der psychischen Belastung Ihrer Mitarbeiter. Wir haben ein spezielles Instrument zur leichten Umsetzung dieser gesetzlichen Rahmenbedingungen, ohne dass Ihr Betrieb zeitliche Nachteile in Kauf nehmen muss. Auch haben wir speziell geschulte Berater, die Ihnen bei der Umsetzung der Überprüfung von Stress und der psychischen Belastung in Ihrem Betrieb jederzeit zur Seite stehen und Sie bei der Planung, Umsetzung und Nachbearbeitung unterstützen.

Wir haben für Sie einen groben Überblick zum Thema der psychischen Belastung am Arbeitsplatz zusammengestellt. Die Ursachen können vielfältig sein und zudem je nach Position und Arbeitsplatz stark individuell entstehen. Mögliche Ursachen für Stress jeglicher Art können sein:

    • enge Terminvorgaben und damit verbundener starker Zeitdruck
    • Leistungsdruck und daraus entstehender Entscheidungsdruck
    • Hohes Arbeitsaufkommen und starke Arbeitsdichte
    • Hohe Erfolgsvorgaben
    • Befristete Arbeitsverträge und Arbeitsplatzunsicherheit
    • Herausforderungen neuer Arbeitsrahmenbedingungen, etwa Umstrukturierungen oder digitales bzw. mobiles Arbeiten
    • Ständige Erreichbarkeit oder Einsatzbereitschaft
    • Damit verbunden Ineinanderfließen von Arbeit und Privatleben.
  • Ein angespanntes Betriebsklima (psychosoziale Belastung!)

Dabei resultieren diese Ursachen nicht unbedingt aus den Vorgaben etwa durch den Chef o. ä., sondern können auch strukturell erzeugt sein und darum nicht unbedingt sofort und leicht sicht- oder veränderbar.

Das gesetzliche Festschreiben dieser Gefährdungsbeurteilung der psychischen Belastung am Arbeitsplatz ist also sinnvoll. Mit dem Umsetzen dieser Vorschrift erfüllen Sie nicht nur das Gesetz und sind bei einer Prüfung durch die Gewerbeaufsicht vorbereitet, sondern Sie erzeugen auch Mehrwert für Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter. Die Folgen von psychischer Belastung und dauerhaft gestressten Mitarbeitern schlagen sich in dem Erfolg und in den Zahlen Ihres Betriebs nieder. Denn Stress macht krank. (í Quelle). Der Teufelskreis beginnt, wenn durch psychischen Stress Mitarbeiter ausfallen. Daraus resultieren für Sie als Unternehmer hohe direkte und indirekte Folgekosten und für Ihre Mitarbeiter eine Mehrbelastung und damit auch höhere Stresslevel. Das führt im schlimmsten Fall zu dauerhaft erhöhter Mitarbeiterfluktuation – erneut Mehrkosten für Sie und Mehrarbeit für die verbleibenden Mitarbeiter. Dabei sind diese Ihr zentralstes Kapital, denn Sie besitzen das wichtige Wissen und die Erfahrung in Ihrem Betrieb. Zusätzlich erschweren es Ihnen ein angespanntes Betriebsklima oder gestresste ehemalige Mitarbeiter, wertvolle und gut ausgebildete neue Fachkräfte zu finden. Diese Professionals suchen sich eher einen Betrieb aus, der ein gesundes Betriebsklima hat und insgesamt glückliche Mitarbeiter beschäftigt. Im besten Fall also beugen Sie vor und geraten gar nicht erst in diesen Kreis hinein. Wir helfen Ihnen dabei, dass Sie die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter erhöhen und auf einem sehr guten Niveau halten können, denn das erspart Ihnen viele Abwesenheitstage, eine hohe Fluktuation, die Frühverrentung von erfahrenen Mitarbeitern und etliche andere kostspielige Folgen von psychischer Belastung am Arbeitsplatz.

Lassen Sie uns gemeinsam die Pflicht zur Kür machen.

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